Ein neuer Medaillenschrank steht bereit PDF Drucken E-Mail
Silvia Gutmann-Wild führt mit ihrem Gatten Manfred das österreichische Team bei der EM in Regen an. Fünf Medaillen haben die beiden Super-Schützen ins Visier genommen. 
Silvia Gutmann-Wild in Aktion
Silvia Gutmann-Wild in Aktion   Foto: GEPA
 Ein stolzes Sümmchen an Mitgliedern darf der Bund Österreichischer Eisschützen (BÖE) sein "eigen" nennen. Sportminister Norbert Darabos bezifferte kürzlich die Zahl mit 130.000 Mitgliedern. Auch wenn die ganz großen Zeiten den Eisstocksports, was die gemeldeten Athleten betrifft, vorbei zu sein scheinen, mangelt es bei weitem nicht an Qualität. Bei der Europameisterschaft im bayrischen Regen gehen die Besten des Landes wieder auf Medaillenjagd. Unter ihnen wieder einige Steirer.

Mit von der Partie.Neben den beiden Teamneulingen Sonja Oswald-Wagner (Söding) und Robert Schneider (St. Michael) sind Nicole Feichtgraber (Vornholz), Maria Kögerl (Judenburg) und Franz Roth mit von der Partie. Angeführt wird die weiß-grüne Delegation von einem Ehepaar, den Dauerbrennern im Eisstocksport, Silvia Gutmann-Wild und Gatte Manfred Gutmann.

Weit über hundert Medaillen. Wie viele Medaillen das Duo bereits errungen hat, können sie nicht genau sagen. Weit über hundert sind es mittlerweile, die die gerammelt volle Wohnzimmerwand im Hause Gutmann zieren. "Die EM- und WM-Medaillen weiß ich", sagt Silvia Gutmann-Wild. "Die von Staats- und Landesmeisterschaften kann ich nur ungefähr schätzen."

Idealismus. Dass man beim Stocksport maximal zu großen Ehren, aber nicht zu großem Reichtum kommt, stört Silvia nicht: "Wenn man schaut, was andere Sportler verdienen, fragt man sich: Habe ich den falschen Sport erwischt?" Das finanzielle "Minus" gleichen laut Gutmann-Wild Kameradschaft, Erfolg und einfach der Spaß am Sport aus.

Altes Eisen. Trotz ihrer 26 Jahre zählt die steirische Sportlerin des Jahres 2007 schon zum "alten Eisen" in der Szene. Amtsmüde wird sie trotz zwölf Jahren als Aktive zwischen "Zielkastl" und "Fuassn" nicht. Einzig Nachwuchs könnte die Ambitionen der beiden etwas schmälern. "Ans Aufhören denke ich noch nicht, aber wenn wir ein Kind bekommen, werden wir sicher viel kürzer treten. Aber alles zu seiner Zeit."

Sammelfreude. Jetzt ist es an der Zeit, Medaillen zu sammeln. Fünf peilt das Ehepaar an. "Ich gehe in drei Bewerben an den Start, Manfred in zwei. Platz für Medaillen haben wir genug, denn wir haben kürzlich einen neuen Medaillenschrank bekommen."

 

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